LOFT

Wer hat gesagt, dass Strandbälle langweilig sein müssen? Genau diese Frage war für mich der Ausgangspunkt für mein Projekt „LOFT“. Ein Brand, der sich nicht nur auf bunte Bälle beschränkt, sondern ein ganz eigenes Erlebnis rund um das Thema Sommer, Strand und Spass gestaltet. LOFT steht für Individualität, Freiheit und bunte Erlebnisse, genau wie der perfekte Sommertag. Und weil ich schon immer ein Fan von starken Marken mit Wiedererkennungswert war, wollte ich mit LOFT eine Marke entwickeln, die durch Design, Animation und Werbung direkt Lust auf Sommer macht.

Ideenfindung

Die Idee für LOFT kam mir, als ich selbst am Strand war und gesehen habe, wie oft aufblasbare Strandbälle einfach kaputt gehen oder langweilig aussehen. Ich wollte einen Ball kreieren, der nicht nur gut aussieht, sondern auch aus hochwertigem Material besteht und das Ganze in einer coolen Kampagne präsentieren. Besonders wichtig war mir, die Vielfalt und Anpassbarkeit zu zeigen, deshalb auch der Slogan «Colour me».
Die Idee mit der 3D Animation einer Box mit Fragezeichen entstand, weil ich diesen „Was kommt da jetzt raus?“ Moment schaffen wollte wie bei Super Mario. So wird sofort Spannung erzeugt, bevor sich der Ball überhaupt zeigt. Ausserdem wollte ich klar machen, dass die Bälle überall genutzt werden können am Strand, im Garten, auf dem Spielplatz deshalb bewegt sich der Ball in der Animation auch durch verschiedene Umgebungen.

Über das Projekt 

Im Zentrum des Projekts steht die 3D Animation, die das Produkt spielerisch und modern zeigt. Die Idee: Aus einer Box mit Fragezeichen springt ein bunter LOFT Ball, die sich durch verschiedene Szenarien bewegt vom Strand über die Wiese bis zur Sonnenliege. Dadurch wollte ich visuell zeigen, dass LOFT Bälle überall einsetzbar sind und extrem robust, was auch die Szene mit dem „Rasen mähen“ symbolisiert: der Ball „mäht“ sich sozusagen den Weg durch die Wiese. Zum Schluss fällt der Ball auf den Boden, direkt auf die Buchstaben des 3D Logos „LOFT“, die dann auch nochmal in verschiedenen Farben erscheinen, um die Individualisierung zu verdeutlichen. Zusätzlich habe ich einen Flyer in Adobe Illustrator gestaltet, der die wichtigsten Infos und das Branding zusammenfasst. Als weiteres Medium habe ich auch ein Billboard (OOH) gestaltet, sowie ein digitales OOH, um die Marke auch in öffentlichen Räumen gut sichtbar zu machen. Für Social Media und die Website gibt es eine Logo Animation, bei der sich die Buchstaben wie Gummi bewegen, um die Flexibilität und das spielerische Gefühl der Bälle zu verstärken.

Flyer-Design: Visuelle Markenpräsentation

In Adobe Illustrator habe ich einen Flyer gestaltet, der die wichtigsten Informationen zur Marke zusammenfasst. Ziel war es, eine sommerliche und wasserbezogene Ästhetik zu vermitteln, wobei das aufblasbare Logo direkt mit dem Produkt assoziiert wird.

Der Hintergrund wurde mit hellen Farbverläufen und einem Grain Effekt versehen, um eine leichte Textur und einen natürlicheren, weniger digitalen Look zu erzeugen. Das Logo wurde zuerst als 2D Schriftzug entworfen und anschliessend mit dem Extrude & Bevel Tool in eine 3D Form umgewandelt, um den Effekt eines aufgeblasenen Logos zu erzielen. Um eine verspielte Dynamik einzubringen, habe ich eine geschwungene, handgezeichnete Linie hinzugefügt, die zur Interaktion einlädt (Text: „Try me!“).

OOH

Um den visuellen Markenauftritt einheitlich und leicht wiedererkennbar zu machen, habe ich ein Out of Home Werbeplakat entworfen, das im gleichen Stil wie der Flyer gehalten ist. So wird gewährleistet, dass die Marke medienübergreifend erkennbar bleibt, was die Wiedererkennung des Produkts stärkt.
Ausserdem unterstützt der einheitliche Stil von Flyer und Plakat die visuelle Kohärenz, was den professionellen Eindruck der Marke erhöht.

Interaktives Markenerlebnis

Besonders sticht die digitale Werbung mit animiertem Screen hervor, die deutlich mehr Aufmerksamkeit erregt als klassische Plakate. Um das Thema Wasser noch stärker visuell einzubinden, habe ich animierte Wasserblasen hinzugefügt, dass es so aussieht, als wäre das Logo ins Wasser eingetaucht.

Im Spot wurden animierte Wasserblasen integriert, die sich kontinuierlich bewegen und so einen lebendigen Eindruck vermitteln. Durch eine Abfolge von sich abwechselnden Bildern entsteht ein Animationseffekt, der der Szene Bewegung und Dynamik verleiht.

Für digitale Kanäle habe ich eine besondere Logo Animation erstellt, bei der sich die Buchstaben leicht auf und ab bewegen, als wären sie aus Gummi. Damit wird die Assoziation zu aufblasbaren Produkten und Bällen verstärkt, und das Logo wirkt spielerisch und lebendig. Die Animation wurde so gestaltet, dass sich das Logo leicht dehnt und zusammenzieht und sich elastisch auf und ab bewegt, um einen Gummi Effekt zu erzeugen. Ich habe dazu einfache Position und Scale Animationen eingesetzt, um die gewünschte Bewegung zu erzielen. Die Oberfläche des Logos behält dabei einen glänzenden Look, um mit dem Rest der Marke und dem Produkt stimmig zu bleiben.

Blender Animation

Die Animation startet mit einer würfelförmigen Box, mit einem grossen Fragezeichen, inspiriert von den bekannten Super-Mario-Boxen. Schon dieser Einstieg soll die Neugier wecken, als die Box in die Luft springt und eine kleine Insel mit Palme und einer bunten LOFT Ball freigibt. Die Box wurde als Cube Mesh mit abgerundeten Kanten modelliert und durch den Subdivision Surface Modifier verfeinert. Das Fragezeichen entstand direkt aus dem Mesh mittels Extrude. Die dynamische Sprungbewegung wurde mit einer Kombination aus Location und Scale Keyframes umgesetzt.

Der Ball landet auf der Insel, die mit einem Displacement Modifier eine sandartige Struktur erhielt. Die stilisierten Palmen wurden als Low Poly Modelle umgesetzt. Der LOFT Ball selbst ist eine UV Sphere mit glatter, spiegelnder Oberfläche, erstellt mit Shader Nodes, um einen realistischen Glanz zu erzeugen. Nach dem Aufprall auf den Sand prallt die Kugel in Richtung Kamera und leitet damit fliessend in die nächste Szene über, wo sie auf einer Sonnenliege landet. Diese wurde aus einfachen Formen modelliert, während HDRI Environment Lighting für natürliche Sonnenreflexionen sorgt. Der Ball bleibt auch hier glänzend und visuell konsistent.

Anschliessend rollt der Ball über eine dichte Wiese, die wie frisch gemäht aussieht nicht durch einen Rasenmäher, sondern weil der Ball sich ihren Weg bahnt. Die Wiese wurde mit einem Hair Particle System umgesetzt, während die Interaktion durch den Einsatz des Balls als Dynamic Paint Brush realistisch wirkt, biegt sich das Gras sichtbar unter seinem Gewicht.
Während der Ball durch das Gras rollt und sich seinen Weg bahnt, erreicht sie plötzlich den Rand der Fläche eine verborgene, mit Gras bedeckte Würfelform. In diesem Moment kippt der Ball über die Kante und fällt frei hinab direkt auf die 3D Buchstaben des „LOFT“ Logos. Beim Aufprall springt sie über die Buchstaben, wodurch Gewicht und Interaktion spürbar werden. Nach dem letzten Abpraller bleibt der Ball in der Luft stehen, beginnt sich langsam zu drehen und wechselt dabei ihre Farben, um Individualität und Personalisierung visuell zu betonen.
Zum Abschluss erscheint das 3D LOFT Logo, während im Hintergrund animierte Wasserblasen aufsteigen begleitet vom Geräusch fallender Wassertropfen, das die Szene abrundet und ein Gefühl von Frische und Sommer vermittelt.

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Arbeitsweise

Mein Projekt, das sich mit 3D-Animation und Logodesign beschäftigt hat, bestand aus vielen verschiedenen Arbeitsschritten. Besonders die technische Umsetzung in Blender erforderte viel Zeit und sorgfältige Organisation. Am Anfang stand die Idee, ein Logo und eine passende Animation zu erstellen. Zuerst habe ich ein grobes Konzept entwickelt und verschiedene Skizzen und Layouts ausprobiert. So konnte ich mir ein erstes Bild davon machen, wie alles zusammenpassen könnte.

Die technische Umsetzung war der anspruchsvollste Teil. Arbeiten mit Blender erforderte viel Geduld, vor allem weil mein Computer mit den hohen Anforderungen kaum mithalten konnte. Ich konnte nicht alles auf einmal rendern, da mein PC sonst abgestürzt wäre. Deshalb musste ich die Animation Stück für Stück als PNG Sequenzen rendern jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Frames. Das war sehr zeitaufwendig, aber die einzige Möglichkeit, das Projekt überhaupt fertigzustellen.

Der Kurs 3D Motion Design hat mir dabei sehr geholfen, da ich dort das nötige Wissen für ein solches Projekt erwerben konnte. Ohne diesen Kurs wäre die Umsetzung sicher viel schwieriger gewesen. Ich habe dort nicht nur die technischen Fähigkeiten gelernt, sondern auch, wie man von Anfang an ein gutes Konzept entwickelt. Natürlich lief nicht alles reibungslos. Viele Übergänge zwischen den Szenen musste ich mehrfach überarbeiten, damit alles logisch und flüssig wirkt.

Was ich gelernt habe: Solche Projekte brauchen sehr viel Vorbereitung und Zeit. Besonders der technische Teil war deutlich komplexer, als ich am Anfang gedacht hätte. Rückblickend hätte ich von Anfang an ein detailliertes Storyboard und einen klaren Zeitplan erstellen sollen, um nicht immer wieder neu beginnen zu müssen. Auch die Hardware war eine grosse Herausforderung. Mit einem stärkeren Rechner hätte ich viel schneller und effizienter arbeiten können. So musste ich viele Arbeitsschritte aufteilen, was das Projekt deutlich verlängert hat. Eine wichtige Lektion für mich war auch, wie entscheidend eine klare Vision ist sowohl im Design als auch in der technischen Umsetzung. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich trotz aller Schwierigkeiten eine saubere Animation fertigstellen konnte. Wenn ich so ein Projekt noch einmal machen würde, würde ich definitiv früher mit der Planung beginnen, einen genauen Ablauf mit klar definierten Schritten erstellen und die technische Machbarkeit von Anfang an prüfen. Alles in allem hat mir das Projekt sehr viel Freude gemacht und ich konnte meine Kenntnisse in Blender und im Bereich Design deutlich erweitern.